2018

Medien

Medienmitteilungen IT-Beschaffungskonferenz 2018

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Mitteilungen nach Datum

IT-Beschaffung im Lichte der digialen Transformation aus Sicht der Legislative, Judikative und Praxis

Die siebte IT-Beschaffungskonferenz schlägt wieder den Besucherrekord. Vor über 380 Beschaffenden, Beratenden und Informatikanbietenden wurde die öffentliche Beschaffung aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Nationalrätin Kathrin Bertschy sprach über den Stand der Gesetzesrevision des BöBs und der Richter am Bundesverwaltungsgericht Marc Steiner betonte die Transparenz als Leitprinzip im öffentlichen Beschaffungswesen. FAIRTIQ- Gründer Gian-Mattia Schucan revolutioniert das Ticketing-System im öffentlichen Verkehr.

 

Das BöB in den Mühlen des Gesetzes

Nationalrätin Kathrin Bertschy gewährte dem Plenum einen Blick hinter die legislativen Kulissen. Der Grundsatz „Billig ist nicht immer günstig“ leitete die bisherigen Beratungen über die Revision des Beschaffungsgesetzes. Die vorgeschlagenen zwingenden Bestimmungen der Nachhaltigkeit und Transparenz (Lebenszyklus-Kosten und das Öffentlichkeitsprinzip) wurden vom Nationalrat soweit angenommen. Noch stehen die Beratungen im Ständerat aus, in denen diese und weitere strittige Punkte, wie die Unterstellung öffentlicher Unternehmungen und die Ausstandsregelung, auf den Prüfstand gestellt werden. Der Fahrplan zeigt: Das neue Gesetz ist nicht vor 2020 zu erwarten.

Auch Richter Marc Steiner betonte die Bedeutung der Transparenz als Leitprinzip der Revision. Mittels Bundesverwaltungsgerichtsentscheiden zeigte er auf, wie sich die Rechtsprechung auf die gesetzgeberischen Bemühungen auswirkt und umgekehrt. Ein Schwergewicht der Präsentation lag bei good governance-Aspekten. Insbesondere die IT-Beschaffung sei anfällig für unsaubere Vergaben und Missbrauch. Die Korruptionsbekämpfung werde neu als Gesetzesziele verankert. Das sei zwar ein starkes Signal, doch im Detail hapere es noch: Die vom Bundesrat vorgeschlage Aussstandsregelung (Art. 13) beispielsweise sei „ein Skandal“. Zum Abschluss zeigte der auf, dass der Paradigmenwechsel vom Preis- zum Qualitätswettbewerb nicht nur Teil der Revision, sondern auch Thema der Rechtsprechung ist.

 

Digitale Transformation für die Öffentlichkeit

Erneuerungen wird nicht nur von der Legislative und der Judikative, sondern auch von von der Praxis getrieben. So revolutioniert das Start-Up FAIRTIQ das Ticketingsystem im öffentlichen Verkehr. Der Gründer Gian-Mattia Schucan ist der ehemalige Verantwortliche des Ticketings bei der SBB und beweist mit der neuen App, wie die bisherigen Prozesse durch digitale Transformation grundlegend umgekrempelt werden können.

Eine weitere Revolution verspricht die von der Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit lancierte www.intelliprocure.ch. Diese Plattform bietet mittels Analyse der Simap-Daten mehr Intelligence im Beschaffungsprozess.

Auch von Seiten simap.ch kommen Neuerungen. Thomas Fischer, Vorstandsmitglied von simap.ch und Leiter Beschaffungskonferenz des Kantons Bern stellte das Projekt simap2019 vor. Die modular aufgebaute, Open-Source-basierte e-Procurement Plattform soll am 1. Mai 2019 live gehen.

Zudem bot die Konferenz mit acht Fachsessions den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in weitere IT- und Beschaffungsthemen zu vertiefen.

Die IT-Beschaffungskonferenz richtet sich an Beschaffende, Anbietende, Beraterinnen und Juristen, die im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens tätig sind. Es nehmen jeweils über 300 Teilnehmende an der seit 2012 jährlich stattfindenden Konferenz teil. Sie wird durch die Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit der Universität Bern, das Informatiksteuerungsorgan des Bundes ISB, die Schweizerische Informatikkonferenz SIK, swissICT und CH Open veranstaltet.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Matthias Stürmer der Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit der Universität Bern zur Verfügung: matthias.stuermer@iwi.unibe.ch, +41 31 631 38 09

MEDIENMITTEILUNG Universität Bern, Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB), Schweizerische Infor-matikkonferenz (SIK), swissICT UND CH Open

Bern, 07. Juli 2018

«Das revidierte Beschaffungsgesetz könnte 2020 in Kraft treten.»

Gemäss Nationalrätin Kathrin Bertschy (GLP, Kanton Bern) könnte das neue Beschaffungsgesetz im Jahr 2020 in Kraft treten, wie sie im Interview mit dem Organisationsteam der IT-Beschaffungskonferenz erklärt. In einem weiteren Interview verriet FAIRTIQ-Gründer Gian-Mattia Schucan seine Learnings aus dem Entwicklungsprozess der innovativen Mobile-Ticketing-App. So-wohl Kathrin Bertschy als auch Gian-Mattia Schucan werden an der diesjährigen IT-Beschaffungskonferenz am Mittwoch, 29. August 2018 an der Universität Bern auftreten. Das Leitthe-ma der anstehenden Konferenz lautet "IT-Beschaffungen im Lichte der digitalen Transformation".

Im Vorfeld der IT-Beschaffungskonferenz wurden bereits Kurzinterviews mit zwei Plenums-Speakern geführt. Kathrin Bertschy erläutert dabei den aktuellen Stand der Gesetzesrevision zum Bundesgesetz über das öf-fentliche Beschaffungswesen (BöB) und wagt eine Einschätzung wie es nun weiter geht und wann das neue Gesetz möglicherweise in Kraft treten könnte. Gian-Mattia Schucan zeigt am Beispiel des neuen ÖV-Ticketing-Systems FAIRTIQ was der Paradigmenwechsel «Software is the new Hardware» bedeutet und wel-ches die technischen Herausforderungen bei der Umsetzung waren.

Die Kurzinterviews sind beide unter folgenden Links abrufbar:

Das gesamte Programm ist mit weiteren 40 spannenden Expertinnen und Experten aus dem Beschaffungs- und Informatikbereich besetzt und bietet auch dieses Jahr eine Plattform für intensiven Austausch zwischen Vergabestellen, Anbietern und externen Fachleuten an. Aktuell haben sich rund 200 Personen zur Konferenz registriert. Die Anmeldung ist noch bis am 26. August 2018 via Registrations-Formular möglich.

Die IT-Beschaffungskonferenz richtet sich an Beschaffende, Anbieter, Beraterinnen und Juristen, die im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens tätig sind und sich unter anderem mit Informatik-Themen auseinandersetzen. Es nehmen jeweils über 300 Teilnehmende an der seit 2012 jährlich stattfindenden Konferenz teil. Sie wird durch die Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit der Universität Bern, das Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB), die Schweizerische Informatikkonferenz (SIK), swissICT und CH Open veranstaltet.

Das Tagesprogramm und der Link zur Anmeldung sind online zugänglich auf www.itbeschaffungskonferenz.unibe.ch

Kontaktperson des Programmkomitees

Universität Bern: Dr. Matthias Stürmer, Leiter der Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit der Universität Bern, matthias.stuermer@iwi.unibe.ch, +41 76 368 81 65

MEDIENMITTEILUNG IWI, ISB, SIK, SWISSICT UND CH OPEN

Bern, 14. Mai 2018

IT-Beschaffungen im Lichte der digitalen Transformation

Mit dem Leitthema "IT-Beschaffungen im Lichte der digitalen Transformation" geht die IT-Beschaffungskonferenz in ihre siebte Ausgabe. Die diesjährige Konferenz findet am Mittwoch, 29. August 2018 erneut im vonRoll-Areal der Universität Bern statt.

Die kommende IT-Beschaffungskonferenz am Mittwoch, 29. August 2018 in Bern zeigt wiederum die Vielschichtigkeit der Thematik mit einem attraktiven Referate-Mix aus Politik, Verwaltung, Justiz und Wirtschaft. Eröffnen wird Kathrin Bertschy, Nationalrätin der Grünliberalen Partei und Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-NR). Sie hat die bisherige Beratung des Beschaffungsgesetz in der Kommission mitgeprägt und wird auch bei der parlamentarischen Diskussion in der Sommersession dabei sein, sodass sie im August über den aktuellen Stand der Gesetzesrevision und den weiteren politischen Fahrplan berichten kann. Anschliessend fasst Marc Steiner, Richter am Bundesverwaltungsgericht, die neuere Rechtsprechung aus dem Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens zusammen und erläutert die Bedeutung der Dokumentationspflicht und die Gewichtung von Preis versus Qualität auf. Und gemäss dem Leitthema der Konferenz zeigt der Gründer und CEO von FAIRTIQ Gian-Mattia Schucan die organisationalen und technologischen Erfolgsfaktoren des radikal neuen ÖV Ticketing-Systems und erklärt, warum Software die neue Hardware ist.

Das Programm der Fachsessionen ist wiederum mit über 20 spannenden Expertinnen und Experten aus dem Beschaffungs- und Informatikbereich besetzt. Bekannte Themen wie Agilität bei IT-Beschaffungen, Cloud-Ausschreibungen, die Reduktion von Anbieterabhängigkeiten oder Beschaffungs-Design werden in aktuellen Vorträgen behandelt. Aber auch neue Bereiche wie Preiskriterien und Wirtschaftlichkeit sowie nachhaltige Beschaffungen werden von kompetenten Referentinnen und Referenten aus Verwaltung und Wirtschaft vertieft. In der interaktiven Session «Ask a Lawyer» stellen sich drei erfahrene Beschaffungsjuristen und Dozierende des CAS ICT-Beschaffungen den schriftlichen und mündlichen Fragen des Publikums. Und in den After-Hour Sessions werden Informatikbeschaffungen bei Schulen sowie Nearshoring vertieft. Zuvor treffen sich die Konferenzbesuchenden nochmal im Plenum. Thomas Fischer, Leiter Beschaffungskonferenz des Kantons Bern, stellt die wesentlichen Funktionen der neuen Simap-Plattform 2019 vor. Weiter stellt Corinne Egli, Leiterin Aus- und Weiterbildung beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) den neuen eidgenössischen Fachausweis «Spezialist/-in öffentliche Beschaffung» vor, der ab 2019 angeboten wird.

Die IT-Beschaffungskonferenz richtet sich an Beschaffende, Anbieter, Beraterinnen und Juristen, die im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens tätig sind und sich unter anderem mit Informatik-Themen auseinandersetzen. Es nehmen jeweils über 300 Teilnehmende an der seit 2012 jährlich stattfindenden Konferenz teil. Sie wird durch die Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit der Universität Bern, das Informatiksteuerungsorgan des Bundes ISB, die Schweizerische Informatikkonferenz SIK, swissICT und CH Open veranstaltet. Das Tagesprogramm und die Anmeldung sind ab sofort online zugänglich auf www.itbeschaffungskonferenz.unibe.ch

 

Kontaktpersonen des Programmkomitees

Universität Bern: Dr. Matthias Stürmer, Leiter der Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit der Universität Bern, matthias.stuermer@iwi.unibe.ch, +41 76 368 81 65
ISB: Peter Fischer, Delegierter für die Informatiksteuerung Bund, peter.fischer@isb.admin.ch, +41 58 465 98 98
SIK: Grégoire Hernan, stv. Geschäftsleiter Schweizerische Informatikkonferenz, greg.hernan@sik.ch, +41 31 320 00 02
swissICT: Simon Zaugg, Leiter Kommunikation, simon.zaugg@swissict.ch , +41 43 336 40 28
CH Open: Gerhard Andrey, Mitglied des Vorstands, gerhard.andrey@ch-open.ch

Kurzinterviews