Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit

Module zum eidgenössischen Fachausweis «Spezialist/-in öffentliche Beschaffung»

Idee und Vorhaben

Die Beschaffungskonferenz des Bundes (BKB) hat 2014 entschieden, dass für den Umgang mit öffentlichen Beschaffungen entsprechende Fachkompetenzen gefordert und das Berufsfeld professionalisiert werden soll. Dazu soll gemeinsam mit allen Betroffenen die Erarbeitung eines eidgenössischen Abschlusses vorangetrieben werden.

Da nebst der Bundesverwaltung, weitere öffentliche Verwaltungsstellen, wie Kantone, Städte, Gemeinden und öffentlich-rechtliche, aber auch private Organisationen vom öffentlichen Beschaffungswesen betroffen oder dem Gesetz über das öffentliche Beschaffungswesen unterstellt sind, haben sich die zentralen Beschaffungsstellen des Bundes, Kantone und Gemeinden sowie weitere öffentliche und öffentlich-rechtliche Organisationen, Vereinigungen und Verbände zusammen getan, um das Projekt "Spezialist/-in öffentliche Beschaffung" mit eidg. Fachausweis voranzutreiben. 

Quelle: https://www.iaoeb.ch/

Vorbereitungskurs

Das Institut für Wirtschaftsinformatik der Universtität Bern bietet einen Vorbereitungskurs für den Fachausweis an. Die Universität Bern bietet alle 7 Fachausweise-Module an, wobei 6 Module besucht und abgeschlossen werden müssen.  Nach erfolgreichen Abschluss der 6 Module kann der Fachausweis durch eine Abschlussprüfung erworben werden, die durch die Kommission für Qualitätssicherung (QS-Kommission) gemacht wird. Weitere Informationen dazu finden Sie auch auf Webseite der IAÖB: https://www.iaoeb.ch.

Studienaufbau

Der Vorbereitungskurs für den Fachausweis besteht aus sechs Modulen. Es werden fünf Pflichtmodule und zwei Wahlpflichtmodule angeboten. Es muss nur ein Wahlpflichtmodul besucht werden. Die einzelnen Module werden jeweils mit einem Leistungsnachweis abgeschlossen.

Module und Modulinhalte

Pflichtmodule:

Welche Vorgaben gilt es bei der Vergabe von Aufträgen der öffentlichen Hand zu beachten? Der Einkauf von Gütern, Bau- und Dienstleistungen durch Bund, Kantone, Gemeinden, öffentlichen, teilweise auch privaten Unternehmen und weiteren öffentlichen Auftraggebern ist streng reguliert. Dieses Modul gibt eine Übersicht über die anwendbaren Rechtsgrundlagen auf der Grundlage des neuen Beschaffungsrechts (revidiertes BöB/revidierte IVöB), inklusive Geltungsbereich des öffentlichen Beschaffungsrechts, und geht auf die Besonderheiten gegenüber privaten Leistungseinkäufen ein.

Entlang des Ablaufs eines Vergabeverfahrens gehen die Dozenten in Form von Referaten und anhand von Praxisbeispielen auf die Phasen Vorbereitung, Ausschreibung, Offertöffnung, Angebotsprüfung, Evaluation (mit Bereinigung), ordentlicher oder ausserordentlicher Verfahrensabschluss (Zuschlag, Abbruch, Wiederholung), Rechtsmittelverfahren und Vertragsunterzeichnung ein. Der Blick auf den Rechtsschutz und das Beschwerdeverfahren sollen das gegenseitige Verständnis hinsichtlich der Zusammenarbeit von Einkäufern und JuristInnen im Beschwerdefall fördern. Eine Einführung zum Projektmanagement (Beschaffungsvorbereitung, Marktabklärung, Projektorganisation, Zeit- und Budgetplanung u.ä) sowie zur Nachhaltigkeit in der Beschaffung rundet den rechtlichen Teil ab.

Übungen und Falldiskussionen fördern die Interaktion zwischen den Teilnehmenden und den Dozenten. Der Fokus des Moduls liegt auf der Einführung in die (revidierten) rechtlichen Rahmenbedingungen und Vorgaben für das Vergabeverfahren sowie die Gerichtspraxis; dies als Grundlage für den CAS bzw. FA. Die praktische Umsetzung und Vertiefung bilden demgegenüber Gegenstand der nachfolgenden Module.

Modulverantwortlicher

Dr. Christoph Jäger

Dr. Christoph Jäger ist seit 2009 Rechtsanwalt bei Kellerhals Carrard, mit Schwerpunkt Staats- und Verwaltungsrecht, insbesondere öffentliches Beschaffungsrecht. Er berät Anbieter und Auftraggeber bei ihren Beschaffungen und vertritt sie vor Gericht. Daneben publiziert er regelmässig zu diesem Rechtsgebiet und wirkt als Referent an Fachveranstaltungen mit. Er ist Lehrbeauftragter an der ETH Zürich und Gastdozent für öffentliches Beschaffungsrecht an der Universität Bern.

Gastreferierende

Dr. Stefan Scherler

Dr. Stefan Scherler, Rechtsanwalt, Fachanwalt SAV Bau- und Immobilienrecht, ist seit 2010 Partner in der Kanzlei Scherler + Siegenthaler Rechtsanwälte AG in Winterthur. Er hat sich auf Fragen des öffentlichen Beschaffungsrechts und des Baurechts spezialisiert. Er berät Auftraggeber bei der Durchführung von Vergabeverfahren und vertritt sie vor Gericht. Daneben publiziert er regelmässig zum Vergaberecht und doziert in CAS- und MAS-Lehrgängen der Universitäten Bern, Freiburg und Zürich.

Julia Bhend

Julia Bhend ist Rechtsanwältin bei Probst Partner AG in Winterthur und Zürich. Sie berät als ICT- und Vergaberechtsspezialistin Unternehmen und öffentliche Auftraggeber in Fragen des Technologie-, Telekommunikations- und Beschaffungsrechts, u.a. bei der Beschaffung von ICT-Dienstleistungen sowie bei Projekten zur Entwicklung und Implementierung von Software.

Thomas M. Fischer

Thomas M. Fischer ist Vorsitzender der Beschaffungskonferenz des Kantons Bern und Leiter des Rechtsdiensts des Amts für Informatik und Organisation (KAIO), wo er u.a. ICT-Beschaffungen begleitet. Er unterrichtet Beschaffungsrecht und -methodik an der Fachhochschule Bern.

Claudia Schneider Heusi, LL.M.

Claudia Schneider Heusi, LL.M., ist Rechtsanwältin, Fachanwältin SAV Bau- und Immobilienrecht. Sie ist seit 2003 Inhaberin der Kanzlei Schneider Rechtsanwälte AG in Zürich und im öffentlichen Beschaffungswesen sowie im Baurecht tätig. Sie übernimmt v.a. die Beratung und Vertretung öffentlicher Auftraggeber in Ausschreibungsverfahren und bei der Vertragsgestaltung sowie in Submissionsbeschwerdeverfahren. Sie erstellt Gutachten und publiziert regelmässig zu vergaberechtlichen Themen.

Thomas Häfliger

Thomas Häfliger ist Mitglied der Geschäftsleitung bei der APP Unternehmensberatung AG und berät seit 2008 Kunden in IT- und Organisationsprojekten. Einer seiner Schwerpunkte ist die Begleitung von öffentlichen Stellen bei Beschaffungsvorhaben. Er hat viele Ausschreibungen für Bund, Kantone und Gemeinden durchgeführt und war auch operativ als strategischer Einkäufer für Kunden tätig. Er hat seinen Master an der ETH Zürich in Management, Technologie und Ökonomie erhalten.

Eva Hirsiger

Eva Hirsiger hat Umweltnaturwissenschaften studiert und arbeitet seit 2016 bei der Stiftung PUSCH – Praktischer Umweltschutz. Dort unterstützt sie über die Plattform Kompass Nachhaltigkeit und mittels Kursen insbesondere Gemeinden bei der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung.

Beatrice Bichsel

Beatrice Bichsel ist Rechtsanwältin und leitet seit 2018 den Bereich Recht, Compliance und Beschaffung bei SBB Immobilien. In ihrer Funktion verantwortet sie die juristische und einkaufsseitige Betreuung von Hochbauprojekten und Facility Management Dienstleistungen (z.B. Begleitung von Ausschreibungen oder Claim-Verfahren) sowie die Erarbeitung von Vorgaben zur Beschaffungscompliance.

Dieses Modul vermittelt am ersten Tag die methodischen Grundlagen der Beschaffungsorganisation und -planung. Die Teilnehmenden lernen, welche Analysen sie vor der Durchführung einer öffentlichen Beschaffung durchführen müssen, und welche organisatorischen Grundlagen sie dafür schaffen müssen. Sie werden auch befähigt, eine Beschaffung im Lebenszyklus einer Leistung zu verorten.

Am zweiten Tag vermitteln wir den Teilnehmenden die rechtlichen und methodischen Grundlagen der Wahl des richtigen Beschaffungsverfahrens. Sie lernen, wie der Auftragswert bestimmt wird, welche Teilleistungen dafür zusammenzurechnen sind, und welche Schwellenwerte massgeblich sind. Vertieft wird dabei auf die Ausnahmegründe eingegangen, die eine überschwellige freihändige Beschaffung erlauben. In einer kurzen simulierten Gerichtsverhandlung („Moot Court“) lernen die Teilnehmenden, wie sie für oder gegen ein solches Vorgehen argumentieren können. Zudem vermittelt eine Führungsperson der Wettbewerbskommission den Teilnehmenden, wie sie bei der Planung und Abwicklung des Verfahrens Beschaffungsabreden erkennen und vermeiden können.

Am Ende des Moduls üben die Teilnehmenden in einer halbtägigen Gruppenarbeit, das Gelernte anhand eines Fallbeispiels in einen konkreten Beschaffungsplan umzusetzen. Abgerundet wird das Modul mit einem methodischen Baukasten zur Beschaffungszusammenarbeit unter mehreren öffentlichen Beschaffungsstellen.

Modulverantwortlicher

Thomas M. Fischer

Thomas M. Fischer ist Vorsitzender der Beschaffungskonferenz des Kantons Bern und Leiter des Rechtsdiensts des Amts für Informatik und Organisation (KAIO), wo er u.a. ICT-Beschaffungen begleitet. Er unterrichtet Beschaffungsrecht und -methodik an der Fachhochschule Bern.

Gastreferierende

Bettina Stucki

Bettina Stucki, Geschäftsführerin der Sourcing Partner AG, ist eidg. dipl. Einkäuferin und Absolventin des CAS für ICT-Beschaffungen der Uni Bern. Seit über zehn Jahren engagiert sie sich im Bereich der öffentlichen Beschaffungen als Beraterin und Projekteinkäuferin für Bund, Kantone sowie Sektorenunternehmen. Weiter unterstützt sie Beschaffungsstellen beim Auf- und Ausbau sowie bei der Optimierung der internen Beschaffungsorganisation – hierzu gehört auch das regelmässige Vermitteln von Beschaffungsrechtlichen und -technischen Inhalten.

Frank Stüssi

Frank Stüssi ist stellvertretender Direktor im Sekretariat der Wettbewerbskommission und leitet den Dienst Bau, in welchen die Bereiche Bau, Beschaffungen und Umwelt fallen. Seit 2006 beschäftigt er sich mit der Bekämpfung von Submissionsabreden (Kartellen im Beschaffungswesen) und entsprechend verantwortet er kartellrechtliche Verfahren, führt Sensibilisierungen von Beschaffungsstellen durch und erarbeitet behördeninterne Positionen zum Beschaffungsrecht. Er studierte Volkswirtschaft, Sozialpsychologie und allgemeine Ökologie an der Universität Bern.

Martin Wittenwiler

Martin Wittenwiller ist Mitglied der Geschäftsleitung und Gründer der Sourcing Partner AG. Seit über 15 Jahren berät er Bund, Kantone und Sektorunternehmen bei der Durchführung von öffentlichen Beschaffungen. Er ist Elektro-, Software- und Betriebswirtschaftsingenieur und absolvierte auch das CAS ICT Beschaffungen.

Dieses Modul behandelt die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen von der Definition der zur beschaffenden Leistungen und des Beschaffungsdesigns bis zum Zeitpunkt der Einreichung der Angebote durch die Anbietenden. Basierend auf den in Modul 1 erarbeiteten Grundlagen lernen die Teilnehmenden worauf bei der Definition der Bewertungskriterien und des Pflichtenhefts zu achten ist. Ziel dabei ist es, eine nachhaltige Beschaffung durchführen. Die Teilnehmenden lernen ausserdem, wie Anforderungen erhoben und dokumentiert werden. Sie lernen die prozessualen Abläufe von öffentlichen Ausschreibungen bis und mit der Fragerunde und das Vorgehen bei freihändigen Vergaben kennen.

Die Schulung soll einen hohen Praxisbezug haben und den Teilnehmenden konkrete Hilfestellungen bei der Erstellung von Ausschreibungsunterlagen geben. Das wird einerseits durch Anwendungsbeispiele aus der Praxis erreicht. Und andererseits durch einen hohen Anteil von Übungen, bei welchen die Teilnehmenden selber Inhalte definieren respektive erstellen oder bestehende Unterlagen und Inhalte analysieren müssen. Bei der Inhaltsvermittlung wird ausserdem auf die Form des Lehrgesprächs zurückgegriffen, bei welcher der/die Dozent*in die Teilnehmenden bei welcher der Stoff diskursartig entwickelt wird. Das hat auch den grossen Vorteil, dass die Teilnehmenden ihre eigenen Erfahrungen einbringen können, wovon alle Teilnehmenden profitieren.

Modulverantwortlicher

Thomas Häfliger

Thomas Häfliger ist Mitglied der Geschäftsleitung bei der APP Unternehmensberatung AG und berät seit 2008 Kunden in IT- und Organisationsprojekten. Einer seiner Schwerpunkte ist die Begleitung von öffentlichen Stellen bei Beschaffungsvorhaben. Er hat viele Ausschreibungen für Bund, Kantone und Gemeinden durchgeführt und war auch operativ als strategischer Einkäufer für Kunden tätig. Er hat seinen Master an der ETH Zürich in Management, Technologie und Ökonomie erhalten.

Gastreferierende

Marc Bergmann

Marc Bergmann ist Director und seit 2017 Mitglied des Verwaltungsrates der APP Unternehmensberatung AG und verfügt über 20 Jahre Beratungserfahrung. Ein wichtiger Beratungsschwerpunkt von Herrn Bergmann bildet das öffentliche Beschaffungswesen. Seit mehr als 15 Jahren berät Herr Bergmann in diesem Thema seine Kunden bei der Durchführung und Abwicklung von komplexen Ausschreibungs- und Vergabeverfahren sowie beim Aufbau- und der Umsetzung von Beschaffungsorganisationen. Herr Bergmann ist ebenfalls als Referent für Weiterbildungsveranstaltungen des Bundesamts für Bauten und Logistik sowie als Dozent in Vorbereitungskurse der Universität Bern zum eidg. Fachausweis Spezialist/-in öffentliche Beschaffung tätig.

Andrea Sägesser

Andrea Sägesser ist Mitglied des Kaders bei der APP Unternehmensberatung AG. Sie berät seit 2014 Kunden in der öffentlichen Verwaltung bei IT-Projekten. Ihr Schwerpunkt ist das Durchführen von öffentlichen Beschaffungsverfahren nach BöB/VöB und kantonalen Beschaffungsrichtlinien. Zudem gibt sie Kurse für öffentliche Beschaffungen von Dienstleistungen und IT nach der Projektführungsmethodik Hermes. Ihren Master in Management and Economics hat sie an der Universität Zürich erlangt.

In diesem Modul werden alle Aufgaben beleuchtet, die bei einer Beschaffungsstelle zwischen der Angebotseingabe und dem Vertragsabschluss anfallen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden dabei laufend gelehrt.

Die Evaluation wird als Kern dieser Phase genau betrachtet. So werden die Teilnehmer befähigt eine definierte Preiskurve korrekt anzuwenden und die Unterschiede der verschiedenen Bewertungsmethoden miteinander zu vergleichen. Als weiteren Schwerpunkt in der Evaluation wird auch die Beurteilung und die nachvollziehbare Begründung der Bewertung und des Resultats in der Form eines Evaluationsberichts erläutert. In verschiedenen Gruppenarbeiten werden die gelernten Methoden an praktischen Beispielen erarbeitet die Erkenntnisse daraus in Gruppen oder im Plenum besprochen.

Ein weiterer Fokus wird auf die unterschiedlichen Kommunikationsmittel während der Evaluation gelegt. Neben der Schulung der Methoden und der Rahmenbedingungen, werden Erfahrungen ausgetauscht und die breiten Möglichkeiten bei der Umsetzung der gesetzlichen Rahmenbedingungen beleuchtet.

Ein separater Block wird dem Thema Beschwerden gewidmet. Hier werden die verschiedenen Möglichkeiten, der durchschnittliche Erfolg, sowie die typische Auswirkungen von Beschwerden aufgezeigt. Einzelne Gerichtsentscheide werden Beispielhaft aufgenommen und diskutiert.

Während dem gesamten Modul werden Diskussionen und Hinweise zu Risiken und Chancen der unterschiedlichen Methoden und Mittel mitgegeben. Die Teilnehmerin wird befähigt die Chancen und Risiken der grossen Vielfalt an Möglichkeiten in der Phase zwischen der Angebotseingabe und dem Vertragsabschluss abzuwägen und diese in der Praxis anzuwenden. Sie wird zudem dazu angeregt das Beschaffungsdesign einer Ausschreibung aus den Erkenntnissen in der Evaluation zu optimieren.

Modulverantwortliche

Jennifer De Capitani

Jennifer De Capitani ist Managerin für den Kompetenzschwerpunkt Business Analyse und Beschaffungen bei AWK Group AG und berät seit 2010 Kunden in IT- und Beschaffungsprojekten. Sie hat einige Beschaffungen für die öffentlichen Hand durchgeführt und berät häufig Kunden beim Bund oder bei den Kantonen in beschaffungsrechtlichen Fragestellungen. 2008 hat sie ihren Master in Elektrotechnik und Informationstechnologie an der ETH abgeschlossen. Den CAS-Studiengang ICT-Beschaffungen der Universität Bern hat sie 2019 absolviert.

Gastreferierende

Dr. Wolfgang Straub, LL.M.

Dr. Wolfgang Straub, LL.M., ist Rechtsanwalt in Bern und berät öffentliche und private Auftraggeber bei der Beschaffung von IT-Systemen und IT-Services. Als Lehrbeauftragter hat er an der Universität Freiburg und an der Hochschule für Wirtschaft in Luzern unterrichtet. Er wirkt regelmässig an Fachveranstaltungen mit und hat mehrere Bücher zum IT-Recht veröffentlicht (siehe www.it-recht.ch).

Dr. Brigit Lauber

Dr. Birgit Lauber studierte und promovierte im Bereich Chemie an der ETH Zürich. Als Beraterin unterstützt sie die Kunden bei Beschaffungen verschiedener Produkte und vertiefte sich die letzten Jahre auf die Business Analyse und die geeigneten Methoden für Anforderungserhebung und -dokumentation im agilen und klassischen Umfeld. Heute trägt sie als Managerin bei der AWK Group die Verantwortung für das Thema Business Analyse, erarbeitet aber nach wie vor mit verschiedenen Kunden die Anforderungen für (öffentliche) Ausschreibungen und hilft bei der Auswahl der Anbieter.

Dieses Modul verfügt über zwei Schwerpunkte:

  1. Nach der erfolgten Evaluation und der Angebotsöffnung führen Spezialisten/Spezialistinnen für öffentliche Beschaffung Angebotspräsentation, Bereinigungen und Auftragsklärungen durch.
    Mit dem Zuschlagsempfänger ist ein Vertrag abzuschliessen.
  2. Nicht berücksichtigte Anbieter können nach der erfolgten Zuschlagsverfügung die Durchführung eines Debriefings verlangen.

Im Rahmen von rund 20 Lektionen werden die Grundsätze von Gesprächs- und Verhandlungstechnik vermittelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, wie sie dank professioneller Kommunikation schwierige Gespräche erfolgreich planen und durchführen können. Sie erhalten wertvolle Hinweise und Denkanstösse, wie sie schwierige Informationen einfühlsam und gewinnbringend für ihre eigene Partei weitergeben und sich anbahnende Konflikte entschärfen. Weiter wird geübt, wie sie mit unterschiedlichen Reaktionen der Gesprächsteilnehmer umgehen können.

Als Spezialgebiet wird die Kunst der Mediation und Moderation eingeführt.

Didaktische Formen sind: Vorträge, Plenumsdiskussionen, Gruppen- und Einzelarbeiten, Praxisübungen.

Ein Referat, wo die Debriefing-Situation, inkl. Zusammenarbeit mit internen Juristinnen und Kommunikationsabteilungen, ausgebreitet wird, wird durch ein/e Gastreferentin vorgetragen.

Modulverantwortlicher

Adrian Hässig

Adrian Hässig kommt ursprünglich aus der Software-Analyse und -Entwicklung. Er ist bereits seit Mitte der 1980er-Jahre nach einer fundierten Ausbildung in der Informatik tätig. Immer wieder wird er in komplexen Beschaffungsprojekten von Anbietern und Beschaffungsstellen konsultiert. Seit seiner Weiterbildung CAS in Business Coaching und dem eidg. Fachausweis betrieblicher Mentor steht er als Sparringpartner, Verhandlungsführer und selbständiger Berater zum Einsatz. Er ist für Firmen wie Microsoft, Die Post, PubliBike, die BVB und viele andere tätig.

Wahlpflichtmodule:

Welcher Weg führt vom leeren Blatt bis zum unterschriftsreifen Vertragswerk? Diesem Model wird der Ansatz des ‚Legal Engineering‘ als Vorgehensmethodik zugrunde gelegt. Er bezieht folgende Elemente mit ein: Interessenanalyse, Zieldefinition, Risiko- und Chancenanalyse, vertragliche Regelungsstrategien, Koordination mit dem Projektmanagement und Qualitätssicherung. Es wird ein Überblick über typische Elemente von ICT-Projektverträgen (Beschaffung von ICT-Systemen, Softwareentwicklung, Integrations- und Migrationsprojekte) und von ICT-Servicever­trägen gegeben (z.B. Wartung, Outsourcing, Cloud Services). Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Prozessen zum Vertragsvollzug (Claim Management, Change Management, Eskalationsverfahren).

Modulverantwortlicher

Dr. Wolfgang Straub, LL.M.

Dr. Wolfgang Straub, LL.M., ist Rechtsanwalt in Bern und berät öffentliche und private Auftraggeber bei der Beschaffung von IT-Systemen und IT-Services. Als Lehrbeauftragter hat er an der Universität Freiburg und an der Hochschule für Wirtschaft in Luzern unterrichtet. Er wirkt regelmässig an Fachveranstaltungen mit und hat mehrere Bücher zum IT-Recht veröffentlicht (siehe www.it-recht.ch).

Gastreferierende

Michaela Weibel

Michaela Weibel bringt eine mehrjährige und ausgewiesene Erfahrung im Bereich Beschaffung mit. Seit 2013 verantwortet sie das Kompetenzcenter für Ausschreibungen und Evaluationen bei der Schweizerischen Post. In ihrer Funktion begleitet sie unter anderem auch regelmässig Beschaffungsprojekte im Bereich ICT.

Beschaffer/-innen koordinieren verschiedene Beschaffungsvorhaben untereinander, wirken beim strategischen Beschaffungs-Management mit und gewährleisten die optimale Verfahrenswahl sowie eine funktionierende Projektplanung. Sie unterstützen das strategische Beschaffungs-Management ihrer Organisation, indem sie mithelfen, die Warengruppen- und Sortimentsstrategie, resp. Strategie der Planung-, Bau- und Bewirtschaftung von Liegenschaften unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit zu entwickeln und die verschiedenen Beschaffungsvorhaben zu bündeln. Dazu erheben und analysieren sie die Bedürfnisse der Bedarfsstellen und führen unter Einbezug derselben eine vertiefte Markt-, Bedarfs- und Lebenszyklusanalyse durch und stellen die Finanzierung des Vorhabens sicher. Um bessere EinkaufsKonditionen zu erreichen, suchen oder bilden sie wenn immer möglich Einkaufsgemeinschaften auf allen drei Verwaltungsebenen (Gemeinde, Kanton und Bund). Sie können aufgrund der Analyse allfällige rechtliche Fragestellungen erkennen und beurteilen, ob diese den Beizug eines Fachspezialisten/einer Fachspezialistin (z. B. Jurist, Techniker etc.) erforderlich machen. Sie wählen auch für komplexe Beschaffungsvorhaben eine geeignete Projektorganisation, erstellen einen verbindliche Terminplan und bestimmen das für das Projekt optimale Beschaffungsverfahren.

Modulverantwortlicher

Leonhard Bastian

Bastian Leonhard ist seit 2002 in verschiedenen Funktionen und Rollen in Einkaufsorganisationen tätig. Aktuell ist er bei der SBB für das Category Management für die Bereiche Signalanlagen/Zugbeeinflussung und Telekommunikation verantwortlich. Schwerpunkte sind neben dem Portfoliomanagement die strategische Ausrichtung der Fachteams auf das Sourcing von neuen Technologien und die stetige Anpassung auf sich verändernde Marktgegebenheiten. Er hat den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen, mit Schwerpunkt industrielle Technik, absolviert. Nach seinem Berufseintritt im Bereich Automotive führte sein Weg vom Spezialgetriebebau über die Medizinaltechnik, hin zur Telekommunikation und aktuell zur Bahnbranche. Seit 10 Jahren begleitet er Ausschreibungen im ICT Bereich, dies erst im privaten und aktuell im öffentlichen Bereich unter Submissionsrecht.

Termine 2020

Donnerstag und Freitag von 9:15 bis 16:45 Uhr
Samstag von 9:15 bis 15 Uhr

Modulbezeichnung

Modul

Unterricht

Leistungsnachweis

Pflichtmodule

     
Grundlagen der öffentlichen Beschaffung: Compliance und Projektmanagement FA 1 5./6./7. März 2020 Prüfung: Mittwoch, 25. März 2020
Projektplanung und Verfahrenswahl FA 2 26./27./28. März 2020 Fallstudie 3h: Mittwoch, 15. April 2020
Ausschreibungsunterlagen/Veranlassung der verfahrensgemässen Beschaffung FA 3 23./24./25. April 2020 Abgabe Projektarbeit: Mittwoch, 13. Mai 2020
Angebotsöffnung, Evaluation, Nachbereinigung, Zuschlag und Vertragsabschluss FA 4 7./8./9. Mai 2020 Fallstudie 3h: Mittwoch, 27. Mai 2020
Kommunikation und Debriefing FA 5 27./28./29. August 2020 Mündliche Prüfung: Mittwoch, 9. September 2020

Wahlpflichtmodule

     
Vertrag, Claim-Management und operative Beschaffungsabwicklung FA 6 10./11./12. September 2020 Präsentation & Gespräch: Mittwoch, 14. Oktober 2020
Strategisches Beschaffungsmanagement FA 7 29./30./31. Oktober 2020 Präsentation & Gespräch: Mittwoch, 11. November 2020

Studiengebühren

 

Variante

Preis

Inklusive

Ihr Vorteil

Alle 6 FA-Module zusammen
CHF 8'600.-   anstelle sechs einzelner Module für CHF 9'600.-
Ein einzelnes FA-Modul CHF 1'600.- Leistungsnachweis für CHF 200.- anstelle drei Weiterbildungstage plus Leistungsnachweis für CHF 2'000.-

Die Studiengebühren beinhalten: 

  • Modulunterricht
  • Zugang zur E-Learning-Plattform
  • Schulungsunterlagen
  • Modulabschlüsse (Leistungsnachweise)
  • Getränke, Pausenverpflegung, Mittagessen

Beratungsgespräch vereinbaren

Gerne stehen wir Ihnen telefonisch, persönlich oder per E-Mail für eine Beratung zur Verfügung. Wir freuen uns über Ihre Anfrage über das Kontaktformular.


Oder besuchen Sie uns an einem unserer nächsten Infoanlässe:

24. März 2020, 5. Mai 2020 | Zeit: 17:30 – 19:00 Uhr | Raum: 002 oder 111 | Ort: Universität Bern, Engehaldenstrasse 8, 3012 Bern | Anmeldung: Via Anmeldeformular

Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie hier.

Kontakt

Anmeldung Newsletter

Möchten Sie immer auf dem aktuellsten Stand unserer Weiterbildungsangebote sein? 

Dann melden Sie sich hier für den Newsletter an. 

Als Newletter-Abonnent erhalten Sie einmal pro Monat ein Email mit allen aktuellen Weiterbildungsangeboten unserer Forschungsstelle.

Wir behalten Ihre Daten absolut vertraulich und nutzen sie ausschliesslich für den Newsletter, den Sie jederzeit wieder abbestellen können.